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Zeichenerklauml;rung:
Leerwabe
Brutwabe
Drohnenbrutwabe
Pollenwabe
Honigwabe, offen
Honigwabe,
zu
Mittelwand
oder
K&öuml;nigin
Absperrgitter
Zusetzgitter
Applikator

Futtereimer
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Bildung und Pflege von Brutablegern
Die effizienteste Form der Völkervermehrung ist die Bildung von Brutablegern
mit bereits begatteten (legenden) Königinnen. Die Königinnen müssen
einen Monat vor der geplanten Ablegerbildung vermehrt werden. Soll eine große
Zahl von neuen Völkern erstellt werden, so ist die Aufzucht von Königinnen in
der eigenen Imkerei zu empfehlen. Je später die Brutableger gebildet werden,
umso größer müssen sie erstellt werden (Tabelle). Werden alle Ableger an
einem Tag gleich stark erstellt, so sind sie einfacher und effektiver zu pflegen.
Tabelle: Benötigte Bienen und Brutwaben zur Ablegerbildung
Zeit |
Brutwaben mit Bienen |
zusätzlich Bienen von Waben |
Anfang Juni |
3 |
1-2 |
Mitte Juni |
4 |
2 |
Anfang Juli |
5-6 |
3 |
Mitte Juli |
8 |
4 |
Im folgenden wird die Bildung von Brutablegern
durch die Aufteilung eines Volkes erläutert. Wenn die Aufzucht der Königinnen
Anfang Mai startete, so sind diese Anfang Juni in Eiablage. Sinnvoll ist es
gleich zwei oder mehr Völker aufzuteilen. Die Brutwaben sollten dann gemischt
werden.
Die Königin wird am besten angenommen, wenn die Bienen des Ablegers aus
verschiedenen Völkern stammen.
Ablegerbildung:
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Zustand des Volkes: |
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Das Volk besetzt gut 20 Waben, darunter sind ca. 14 Waben
mit Brut in allen Stadien. Die anderen Waben sind mit Honig und Pollen
gefüllt. Weiselzellen werden noch nicht gepflegt. Das Volk müsste jetzt
eigentlich mit einer weiteren Zarge (Raum, Etage, Aufsatz) erweitert werden.Anstatt
aus einem Volk können auch Brutwaben mit anhängenden Bienen aus starken
Völkern entnommen werden. Zusätzlich müssen dann aber noch die Bienen
von Brutwaben hinzugefegt werden (pro 2 entnommenen Brutwaben zusätzlich noch
eine andere Brutwabe abfegen). Es dürfen aber pro Trachtvolk nur 2 Brutwaben
mit Bienen plus Bienen einer weiteren Brutwabe an einem Termin entnommen
werden. Nach zwei bis drei Wochen kann nochmals die gleiche Anzahl Brutwaben
und Bienen pro Volk entnommen werden. Jeweils 9 Brutwaben (ohne Königin)
werden in eine Zarge (Sammelbrutableger) gestellt, dazu werden die Bienen von
4-5 Brutwaben gefegt. |
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Arbeiten am Volk: |

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Das aufzuteilende Volk oder die erstellten Sammelableger
werden an einem anderem Bienenstand der Imkerei gebracht. Beim Transport ist
für eine ausreichende Lüftung (Wanderbelüftung) zu sorgen. Damit die
Flugbienen den Ablegern erhalten bleiben, muss sich dieser Stand in
mindestens 3 km Entfernung von dem ehemaligen Standplatz des Volkes befinden.Auf
dem Ablegerstandplatz werden jetzt die benötigten Böden aufgestellt und mit
je einer Zarge und Deckel, sowie 3 Mittelwänden und 2 Leerwaben
ausgestattet. Falls die Beuten (Kästen, Bienenwohnungen) eng benachbart
stehen, so wird vorne zwischen zwei benachbarte Beuten eine Pappe oder ein
Brettchen geschoben. Die Fluglöcher sind damit gut voneinander getrennt. Die
Fluglöcher werden auf eine Höhe von ca. 8 mm und eine Länge von ca. 10 cm
eingeengt. Das aufzulösende Volk bzw. die Sammelableger werden geöffnet
und die Waben auf die neuen Kästen verteilt. In jede Beute kommen eine
Honig-/Pollenwabe und 3 Brutwaben mit allen ansitzenden Bienen. Die Ableger
sind in etwa gleicher Stärke zu bilden. Ist die Königin des aufzulösenden
Volkes in guter Verfassung, so wird sie mit zwei Brutwaben, die Eier und
Larven enthalten (offene Brut), in eine Beute gegeben. In diese Beute kommt
noch eine weitere Mittelwand hinein. Wenn ein Volk aufgelöst wird, so können
daraus 5 Brutableger gebildet werden. Es ist darauf zu achten, dass alle
Ableger ohne Königin eine Brutwabe mit schlüpfender (auslaufender) Brut
enthalten. Diese Wabe wird abgefegt und der Aufsteckkäfig (Zusetzgitter) auf
die schlüpfende Brut gedrückt. Unter dem Käfig sollen sich möglichst auch
leere Zellen und solche mit Honig befinden. Falls kein Futter vorhanden ist,
so kann in einige Zellen etwas Futterteig gedrückt werden. Die neue Königin
(aus einem Einwabenkästchen oder Mehrwabenkästchen) wird in den Käfig
hineinlaufen gelassen und der Käfig verschlossen. Die Abbildung links zeigt
die Annordnung der Waben in den Ablegern. Die Beuten werden verschlossen.Nach
einem Tag werden die Ableger auf Königinnenzellen kontrolliert. In der Regel sind
aber keine vorhanden. Dann werden die Zusetzgitter mit Futterteig verschlossen.
Falls Weiselzellen gepflegt werden, so sind diese zu entfernen und einen Tag
später ist erneut zu kontrollieren und wie oben zu verfahren. |
Ablegerpflege (1 Woche):
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Zustand des Volkes: |
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Die Ableger dürfen erst nach einer Woche wieder
durchgesehen werden, sonst gefährdet der Imker das Leben der Königinnen. Die
Königin ist nach einer Woche im Ableger angenommen und hat bereits Eier abgelegt,
häufig sind
schon kleine Maden vorhanden. Der Ableger besetzt jetzt 7-8 Waben und hat eine
Mittelwand bereits ausgebaut. Auf 4 Waben ist Brut zu finden. Bei guter Tracht
ist die Futterversorgung ausreichend. |
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Arbeiten am Volk: |
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Das Zusetzgitter wird entnommen und in den Leerraum kommt
die gerade ausgebaute Mittelwand. An deren Stelle wird eine neue Mittelwand
hinter die Brutwaben gegeben. Eine Fütterung ist normalerweise nicht nötig.
Nur im Falle einer Trachtlücke kann mit Zuckerwasser (0,25L einer 1:1 Lösung
pro Tag) gefüttert werden. Bei einsetzender Tracht darf nicht mehr gefüttert
werden, da dann für die Eiablage der Königin nicht mehr genügend freie
Zellen zur Verfügung stehen. |
Ablegerpflege (2 Wochen):
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Zustand des Volkes: |
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Nach einer weiteren Woche belegt der Ableger bereits 7-8
Waben, davon werden 6 bebrütet. Bis auf eine Mittelwand sind alle anderen
ausgebaut. Die täglich schlüpfenden Bienen verstärken das Volk
unaufhörlich. |
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Arbeiten am Volk: |
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Die Mittelwand wird in Position 4 und die zuletzt
ausgebaute Mittelwand in Position 7 zwischen die Brut gehängt. Bei fehlender
Tracht wird ggf. leicht gefüttert (0,25L einer 1:1 Zuckerlösung pro Tag). |
Erweiterung (3-4 Wochen)
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Zustand des Volkes: |
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Drei bis vier Wochen nach der Bildung besetzen die Bienen
alle zehn Waben und pflegen Brut auf acht Waben. Auf den anderen Waben ist
Honig und Pollen eingelagert. Das Volk hängt in den hohen Boden durch und
errichtet dort Wildbau (nicht im Rähmchen befindlicher Arbeiterinnen- oder
Drohnenbau). |
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Arbeiten am Volk: |
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Zwei Brutwaben werden in die Mitte einer neuen Zarge gehängt. Der freigewordene Platz wird in Position 4 und 7 mit einer
unbebrüteten Leerwabe gefüllt. Diese Leerwaben wurden nach der Schleuderung
der Wirtschaftsvölker nicht wieder zurückgegeben, sondern vor den Bienen
geschützt aufbewahrt. Die neue Zarge wird aufgesetzt und je zwei Mittelwände
neben die Brutwaben gehängt. Daran schließen sich jeweils zwei Leerwaben an.
Bei nachlassender Tracht (Ende Juni) wird gefüttert (z.B. 1-2 Futtereimer
mit 3kg Zucker in 3L Wasser). |
Weitere Pflege:
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Zustand des Volkes: |
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Bei anhaltender Tracht oder Fütterung wurden die Mittelwände ausgebaut und bebrütet. Ende Juli besetzt das Volk beide Zargen
mit 12-14 Brutwaben. Die anderen Waben sind mit Honig oder Pollen gefüllt. |
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Arbeiten am Volk: |
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Nun erfolgt zusammen mit den Wirtschaftsvölkern auch die
Entmilbung der neu gebildeten Völker mit Ameisensäure. Das Volk mit der
alten, zumeist vorjährigen Königin wird umgeweiselt. Anschließend werden
die neuen Völker wie die Wirtschaftsvölker zur Pflegezeit
weiter betreut. Im nächsten Jahr bringen sie eine genauso große Honigernte
wie die Wirtschaftsvölker ein. |
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